Maßnahmen zum Abtragen des Schimmelbelages und deren Rückstände

 

Das Abtragen (d. h. physisches „Entfernen“) des Schimmelbelags
und der Rückstände nach einer Behandlung bedeutet normalerweise immer,
dass die befallenen Substrate (Putz und andere Baumaterialien) möglicherweise ab zutragen sind.

Befallene Orte oder Flächen sind häufig:

  • Schimmel auf oder unter der Tapete entfernen
  • Schimmel auf der Wand entfernen
  • Schimmel auf Möbeln entfernen

In unseren Ausführungen gehen wir aber von einem kleinflächigen Befall aus.

Grundsätzliches

Wenn Sie einen Schimmelbefall sehen können:
– gibt es immer eine erhöhte Schimmelsporenbelastung im Raum,
– sollten Sie beim Betreten des Raumes eine Atemmaske tragen,
– sollten Sie schnellstmöglich die Stelle mit einem Schimmelvernichter/Schimmelentferner besprühen, um eine weitere Verbreitung der Schimmelsporen zu unterbinden,
– achten Sie immer auf die Anwendungsbeschreibung des Mittels, um eine Gesundheitsgefährdung für sich und andere, durch den Einsatz des Mittels zu vermeiden.

Hinweis:
Beim Einsatz eines Desinfektionsmittels zur Schimmelbekämpfung immer an die Mengenvorgaben halten, denn „viel hilft viel“ ist kein geeigneter Ratgeber.
Häufig lässt sich der Schimmelbelag nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit abwischen.
Diese Art der Schimmelentfernung führt häufig in Kombination mit Bleichen zum gewünschten Erfolg.

Besonders erfolgreich ist diese Methode auf relativ glatten Flächen, Tapeten und Glattputz.
Es wird sich jedoch nicht vermeiden lassen, dass der Anstrich (die Farbe) leiden wird.

Hat der Schimmel hat sich schon beispielsweise:
– durch die Tapete gefressen und
– ist an einer Tapetennaht unter die Tapete gewachsen

sind die Erfolgsaussichten gering, auch wenn Sie den Beseitigungsvorgang mehrmals wiederholen.

Hier hilft nur noch eins:
Die Tapete muss runter!

Schimmel hinter der Tapete

In solchen Fällen sollten Sie sehr Vorsichtig beim weiteren Vorgehen sein.
Sie können nach dem anheben der Tapete
(wenn Sie diese Arbeit wirklich selber machen wollen)
die befallenen Stellen / Flächen ebenfalls einsprühen, um den Schimmel abzutöten.
Bei kleinen Flächen, ist dies noch problemlos möglich.
Sind jedoch große Flächen hinter der Tapete befallen,
hat der Tapetenleim dem Schwarzen Schimmel einen Super-Nährboden zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie den Schimmel selber entfernen wollen lesen Sie diesen Artikel:

Sicherheitsmaßnahmen bei der Sanierung von Schimmelbefall

Rufen Sie in diesem Fall unbedingt einen Fachmann zur Begutachtung und Sanierung zu Hilfe.
Gegeben falls findet der Fachmann sogar die Ursache für den Befall
und kann diesen Schaden möglicherweise gleich mit beheben!

Damit Sie sich und Ihre Familie zusätzlich schützen,
sollten Sie ein Raumlufthygienesystem zur Desinfektion des Raumes einsetzen.

Bei einem Schadensbild mit diesen Ausmaßen sind die Schimmelsporen garantiert
schon in alle Räumlichkeiten eingetragen worden und können nur so wirksam
eliminiert werden. Diese Empfehlung ist besonders wichtig,
wenn folgende Personengruppen das Haus bewohnen Allergiker, ältere Menschen,
kleine Kinder und Menschen mit einer Immunschwäche.

Sollte es Ihnen passieren oder von Ihnen gewollt sein,
dass Sie eine von Schimmelpilzen befallene Tapete selbst entfernen,
ergreifen Sie die entsprechenden Schutzmaßnahmen.

Achtung:

Auf jeden Fall sollten vorher alle Stellen des Befalls mit einem Schimmelvernichter
eingesprüht worden sein. Dann werden beim Entfernen der Tapete,
keine lebenden Sporen mehr in die Umgebung frei gesetzt.

Aber trotzdem, sind die nicht mehr lebensfähigen Sporen weiterhin toxisch.

Verzichten Sie nie auf eine abschließende Desinfektion des Raumes und eine Feinreinigung am Ende der Sanierung.

Desinfektion eines Raumes im Kaltnebelverfahren entspricht dem Stand der Technik laut dem
Gesamtverbandes der Deutschen 
Versicherungswirtschaft in der Ausgabe VDS 3151 (2014-06(01).

Hier eine Zusammenfassung <<Klick>>

Das Thema im nächsten Artikel ist:

Ziel 4: Vermeidung eines erneuten Schimmelpilzbefalls